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   Gaby

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Mit dem Gesicht der Tür abgewandt. So stand er da, schaute in dem  Spiegel und fragte sich selbst: “Für was kämpfst du? Wo ist das, welches du suchst?“ Die Leere füllte den Raum und keiner seiner Gedanken entflogen ihr. Eine Ewigkeit stand er nun dort und konnte sich immer noch nicht abwenden. Er spürte nichts, keine Liebe die er pflegte und kein Hass den er verabscheute. Seine Gedanken wurden zu Bildern, Hass und Liebe wurden Eins. Seine Augen wurden schwarz, nicht aus Hass oder Trauer, sie füllten sich mit Schmerz. Kein Mensch auf dieser Welt hätte mehr Schmerz empfinden können als er. Ohne sich zu bewegen, ohne ein Wort von sich zugeben stand er  vor dem Spiegel und er sah wie schwarze Tränen die Wange herunter rollten.  Als plötzlich  die Tür auf ging konnte er sich nicht mehr halten und wieder ohne ein Laut von sich zugeben fiel er zu Boden. Die Leere wurde von Wärme erfüllt und Licht kam in das Dunkle, ein Spiel welches man sich nicht vorstellen kann. Die Gedanken flogen hinaus, die Schatten folgten, kein Schmerz, kein Leid konnte jetzt noch verspürt werden. Licht ist Macht, Dunkelheit ist Wahnsinn. Und wieder einmal fragte er sich:“ Für was kämpfst du? Wo ist das, welches du suchst?“ Bilder wurden zu Worten die lautlos an seinem Herz hingen und nicht loslassen konnten. Seine Wunden wurden wieder blutig und wieder verspürte er Schmerz aus aller Welt aber die Tür blieb offen und Wärme war trotz der Schmerzen zu spüren. Es waren Schattenspiele wie im Herbst, goldene Blätter fallen vom Baum um dort verlassen von der Welt, frierend zu sterben. Aber der Mensch starb nicht, er fühlte sich allein obwohl  immer Jemand neben  ihm stand. Er verspürte Schmerz obwohl es sein Kummer war und er dachte er wäre verloren aber Hoffnung stand an der Tür. All das stand dort, doch er war denen abgewandt und flüsternd fragten sie ihn: “Für was kämpfst du? Wo ist das, welches du suchst?“ Er überlegte und die Menschheit mit ihm, keiner wusste die Antwort. Es war das Ende in der Hoffnung. Ein Bild voller Formen das stehen blieb. Die Zeit, die der Mensch selbst erfunden hatte um sein Glück zu finden, hatte die Menschheit  enttäuscht denn sie blieb stehen. Es entflog jedoch ein Gedanke der nur als Bild geschildert ist: zwei Wesen von einander abgewandt. Und da dachte er: “Wer keine Erwartungen hat, kann auch nicht enttäuscht sein.“
Was ihn so aufrecht hielt wusste keiner, nicht mal er selbst. Zweifelnd suchte er nach Stütze bevor er wieder in den Abgrund stürzen würde der vor ihm  lag. Ein Fehler, ein falscher Gedanke und ohne es zu wissen würde er stürzen. Die Dunkelheit stand hinter ihm und langsam stand sie auch wieder vor ihm. Er verspürte keine Reue eigentlich fehlte ihm nur Mut, das zu überbrücken, welches er sich selbst in den Weg gelegt hatte. Er stand eine Ewigkeit vor das Ende, vor seinem Abgrund und statt einen neuen Weg zusuchen, machte er ein Schritt zu viel. Er fiel, tief und als er seine Augen wieder aufmachte sah er Licht.  Es war so hell das er die Hand schützend vor seine Augen hielt doch er sah nichts. Er dachte er wäre tot, die ganze Menschheit dachte das obwohl es seine Wiedergeburt sein würde. Dass das Schwache das Starke besiegt, jeder weiß es, doch keiner handelt danach. Er stürzte zu Boden und in der entsetzten Stille zerbrach sein Aufschrei: “Nachts, sterben wir in der Hölle! Morgens tun wir, als ob nichts wäre und wenn die Macht des Lichtes nicht besiegt werden kann, dann werden wir im Schatten kämpfen!“ Als die Stille wieder einbrach da dachte er nach und fragte sich ohne das er sein Gesicht bewegte: “ Was hast du gesagt? Was denkt die Menschheit  und was denkst du nun über dich selbst?“ Je mehr er die Schuld auf sich nahm, desto schrecklicher war das Überleben. Jeder Lichtstrahl wurde zum Schmerz und was er auch dachte es verhalf ihm nicht schneller zu sterben, denn sterben war nicht sein Schicksal, noch nicht. Dass er die Schatten des Leidens und Schmerzens sieht, konnte er nicht ändern. Aber dass sie seine reine Seele ergriffen, das konnte er verhindern. Die Entscheidung wurde immer schwerer. Der Mensch hätte die Geborgenheit und die Liebe genommen. Er suchte was neues, einen neuen Weg im falschen Schritt. Er brachte die Menschheit zum denken, ohne selber zu wissen was er tat. Regentropfen fielen vom Himmel und wie Perlen blieben sie in seinem Haar hängen. Sein Leid verschwand in der Wasserperle und in ein Augenblick lang sah er die Hoffnung verblassen. Dann sah er zum ersten mal wieder, Wesen. Ein Pferd und ein Falke, beide stehen für die Ewigkeit, sowie für die Freiheit. Er konnte es nicht lassen zu lächeln, denn im Tod fand er das Leben.  Er war nun das Leben selbst  und sein Herz welches sonst so still war, konnte nun jeder in seinem Blut spüren. Es war das Klopfen des Glücks und in dieser Ruhe entflog sein Gedanke:“ Ist das, wofür du kämpfst, für die Freiheit? Ist es das was du suchst?“ Ohne einen Laut, bewegte er sich langsam dem Licht entgegen und er dachte, dass wenn er jetzt nicht siegen würde, so würde er das auch nicht später schaffen. Keiner konnte wissen was für ein Kampf dort entstand, nur er merkte wie viel Kraft er hinter sich lassen musste um dieser Macht entgegen zu laufen. Das was früher das Schöne darstellte, sah er nun mit Hass denn er spürte Sehnsucht, die Worte zubinden die an seinem Herzen hingen.  Er hatte schon zahlreiche Schlachten gesehen und den Tod bei einem Feind in den Augen zu sehen war für in eine Freude.  So kam es das ein Kampf zwischen Macht und Wahnsinn, Licht und Dunkelheit, Mensch und Geist entstand. Er lief immer weiter, sein Kopf nach unten geneigt, sein Blick nach oben gerichtet als würde er suchen aber nicht finden.  Doch ein Augenblick der Ungeduld kann ein ganzes Leben zerstören. Darum lief er dem Licht weiterhin geduldig entgegen. Aber wir Menschen sind alleine, denn keiner dachte an diesen Menschen, sondern sie dachten alle an sich selbst und wie sie am besten überleben. Menschen die sich lieben sind die einzigen die ein Gefühl von Treue verspüren. Die Welt ist kein perfekter Platz aber du und ich können vielleicht einen daraus machen.
Er schaute zum Himmel und sah die Menschheit. Er fragte laut: „Ihr Menschen, was ist wenn ich falle? Was ist wenn ich euch enttäusche? Werden wir geboren um zu sterben? Was sagt ihr?“ Doch sie antworteten nicht.  Seine Gedanken waren wie Funkenregen. Der Schmerz wurde wieder unerträglich. Verzweifelt versuchte er, klar zu denken und die Ruhe zu bewahren. Was quälte ihn am meisten? Er brauchte gar nicht nach der Antwort zu suchen: Es war die Angst. Die Angst, das zu verlieren was man gewonnen hatte. Unermerklich hatte das was ihm gegenüber stand, mit seinem eigenen Schatten die Gestalt gewechselt. Sie hatten alle geglaubt, ein neues Leben sei nah, hatten seinen Worten gelauscht, glücklich. Jetzt wollte er, der das Leben brachte, schreien, doch es kam keine Wort aus seinem Mund. Immer aufdringlicher drangen Geräusche an seinen Ohren. Es war unerträglich. Doch er blieb nicht stehen, immer noch suchte, dass was ihm fehlte. „Geh nicht!“  hörte er, doch er wusste, er dürfte sich nicht umdrehen und so lief er weiter bis er von einer weichen Hand am Arm ergriffen wurde und eine Frau sich vor ihm stellte.  Als er sie ansah wurde alles still und sogar seinen Schmerz konnte er nicht mehr verspüren.  Ein  süßer Wind war mit ihr gekommen und es regnete immer noch ganz leicht. „Sie muss ein Engel sein.“ Dachte er und schloss seine Augen. „Geh nicht.“ Wiederholte sie leise und er öffnete seine Augen um sie anzusehen. Sie hatte Tränen auf ihren Wangen. „Gehe nicht, wir werden nicht geboren um zu sterben. Es ist kein perfekter Platz aber vergiss nicht du hast zu viel gewonnen um jetzt noch zu verlieren, du hast zu viel  gekämpft um jetzt noch zu siegen, bitte geh nicht.“  Sagte sie und mehr Tränen flossen ihre Wangen herunter. Zitternd und ohne zu wissen was er tat, legte er seine Hand auf ihre Wange und mit seinem Daumen wusch er ihr die Tränen vom Gesicht. „ Jeder lacht, warum weinst du?“ fragte er sie und Falten bildeten sich auf seine Stirn. Sie konnte es nicht lassen zu lächeln, trotzdem hatte sie Angst.

 






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